Mit Theaterpädagogik

spielen, fühlen und erleben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in einem geschützten Kontext gemeinsame Lernprozesse. Dabei können sie ihre Potenziale in einem spielerischen Rahmen entdecken und ausprobieren, um sie später in das gesellschaftliche Leben hineinzutragen. Vielfältige positive Erfahrungen aus unseren Projekten bestärken uns jeden Tag in unserer theaterpädagogischen Arbeit. Von einigen Beispielen mit den Schwerpunkten Inklusion, Migration sowie Politische und Kulturelle Bildung erzählen wir Ihnen auf dieser Seite.

Wir freuen uns, Ihr Interesse für unsere theaterpädagogische Arbeit zu wecken.


Inklusion

In der Grundschule im Blumenviertel, Berlin Prenzlauer Berg, welche Partnerschule der Europäischen COMENIUS-Regio Partnerschaften ist und sich neben der Humboldt-Universität Berlin, der Universität Wien und fünf weiteren Beteiligten im Inklusions-Modell-Projekt „Augenmerkkinder“ engagiert, erleben Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen seit 2011 in mehr als 15 theaterpädagogischen Projekten eine weitere Welt des Lernens. Dabei spielen und bearbeiten wir mit den Schülerinnen und Schülern soziokulturelle Themen wie Griechische Göttersagen, Romeo und Julia, Hamlet, den Sommernachtstraum, Diener zweier Herren, Märchen und viele weitere.

Am Ende eines gemeinsamen spielerischen Prozesses der Auseinandersetzung und Entwicklung spielen Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen mit selbst entwickelten Texten, eigener innerer Überzeugung, in der vollen Kraft ihrer Stärken und der vollen Selbstverantwortung für die gelingende Aufführung ein Theaterstück. Das „Augenmerk“ ist verschwunden. Alle sind Kinder einer inklusiven Gemeinschaft, in welcher sie mit ihren Potenzialen zum Gelingen eines wundervollen Gemeinschaftsprojektes beitragen.


Migration

Kinder im Scheinwerferlicht begeistern spielend das Publikum in „Robin Hood“. So kennt sie keiner, denn sie sind Schülerinnen und Schüler einer Brennpunktschule in Berlin-Neuköln und stammen aus Familien mit Migrationshintergrund. In unserer Kultur werden sie oft unter dem Aspekt ihrer Defizite betrachtet. Mit unseren theaterpädagogischen Projekten nutzen wir die große Chance, den mit Migration verbundenen Herausforderungen, wie den unterschiedlichen kulturellen, familiären, sprachlichen und sozialen Ressourcen der Kinder, spielerisch zu begegnen.

Wir bauen Brücken zwischen den vielfältigen Kulturen, nehmen Kinder unterschiedlicher Herkunft mit all ihren Stärken auf und geben ihnen einen Handlungsrahmen, in welchem sie ihre Kreativität und Potentiale spielerisch entfalten können.


Politische und Kulturelle Bildung

Jugendliche und junge Erwachsene motivieren wir durch Theaterpädagogik spielerisch, manchmal auch konstruktiv konfrontativ, zur Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Themen ihrer Lebenswelt. Dabei unterstützen wir sie, diese kritisch zu reflektieren und begleiten sie in vielfältigen Lernprozessen auf dem Weg zu neuen Erkenntnissen. Als Ergebnis unseres theaterpädagogischen Prozesses spielen die Jugendlichen zum Beispiel Stücke wie Carlo Schmid, Ab heute heißt du Sara, Das Mädchen mit den Schwefelhölzern oder übernehmen die Produktion und Regie für einen eigenen Film.